Rathaus

Das dreigeschossige Marburger Rathaus wurde in den Jahren 1512 bis 1513 von dem Wetzlarer Baumeister Klaus Steinmetz errichtet. Als besonders interessant gilt die dem Markt (Marktplatz) zugewandte Vorderseite des Rathauses. Auf dieser Vorderseite finden wir einen sechseckigen Treppenturm der das Gebäude mittig teilt. Über dem Turmeingang befindet sich in einer kleinen Nische eine reich verzierte Figur der heiligen Elisabeth.

Auf dem Turm können wir einen nachträglich aufgesetzten Dachgiebel (1581/1582) erkennen. Dieser Giebel ist eine Arbeit des bekannten Baumeisters Ebert Baldewein.

Die Rathausuhr, die sich in der Mitte des Dachgiebels befindet, zeigt ein doppeltes Zifferblatt. Über der Uhr ist ein kleines Fenster, darüber dreht sich langsam die Abbildung einer Weltkugel. Auf dem Dachgiebel steht ein Hahn, der stündlich seine Flügel anhebt. Auf der linken Seite der Uhr sehen wir einen Trompeter, der in sein Instrument bläst und auf der rechten Seite steht der Tod, der ein Stundenglas umdreht.

Unterhalb der Rathausuhr finden wir die Figur der Göttin Justitia. Die unverbundenen Augen Justitias sollen hier höchstwahrscheinlich die Gerechtigkeit des Marburger Magistrats symbolisieren.

Im Innern des Rathauses ist vor allem der große Ratssaal im ersten Obergeschoss erwähnenswert. Die in früheren Zeiten im Unter- und Erdgeschoss existierenden Verkaufshallen sind heute nicht mehr vorhanden.

 

Rathaus, 1999
Rathaus, 1999
Kleiner Turmeingang
Kleiner Turmeingang
Heilige Elisabeth
Heilige Elisabeth
Rathaus, April 2013
Rathaus, April 2013
Marburger Rathaus, 1999
Marburger Rathaus, 1999
Rathausuhr
Rathausuhr


Copyright © 2013 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.