Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Bergengruen, Werner
Erzähler, Schriftsteller und Dichter Geboren am: 16.09.1892 in Riga Gestorben am: 04.09.1964 in Baden-Baden Werner   Bergengruen   wurde   1892   als   Sohn   eines   deutschbaltischen   Arztes   in   Riga   geboren.   Seine   Familie   muss   ihre Heimatstadt Riga aufgrund der Russifizierungspolitik des Zarenreiches verlassen. In   Lübeck   besucht   Bergengruen   das   Gymnasiums.   Er   studiert   in   Marburg ,   München   und   Berlin,   ohne   dabei   einen Studienabschluss   zu   erwerben.   Von   1914   -   1918   dient   Bergengruen   als   Kriegsfreiwilliger   auf   deutscher   Seite.   Im   Jahr 1919   tritt   er   der   Baltischen   Landeswehr   bei,   die   in   seiner   alten   Heimat   gegen   die   Rote   Armee   kämpft.   In   der   Folgezeit arbeitet Bergengruen bei verschiedenen Zeitungen in Tilsit und Memel. 1922   übernimmt   Bergengruen   die   Leitung   der   Zeitschrift   "Ost-Informationen"   in   Berlin   und   wird   1925   Chefredakteur   der "Baltischen   Blätter".   Von   1927   -   1936   arbeitet   B.   als   freier   Schriftsteller   in   Berlin   und   München.   1936   konvertiert   er   zum Katholizismus.   Im   Jahr   1937   wird   Bergengruen   aus   der   Reichsschrifttumskammer   ausgeschlossen,   kann   aber   aufgrund   von Sondergenehmigungen   teilweise   weiterpublizieren.   Von   1936   -   1942   lebt   er   in   Solln   bei   München,   bis   sein   Wohnhaus   bei einem   alliierten   Luftangriff   zerstört   wird.   Zwischen   1942   und   1946   wohnt   Bergengruen   in Achenkirch   (Tirol).   Später   zieht er nach Zürich, Rom und schließlich nach Baden-Baden. Seine bereits zu Lebzeiten außergewöhnlich große Popularität beweisen die zahlreiche Orden und Ehrungen: 1951 - Wilhelm-Raabe-Preis 1957 - Das Grosse Verdienstkreuz des Bundesverdienstordens 1958 - Orden Pour le Merit 1962 - Schillerpreis Zu   den   zahlreichen   Werken   Bergengruen’s   zählen   auch   der   im   Jahr   1923   entstandene   Roman   "Das   Gesetz   des   Atum"   und die 1963 erschienene Erzählung "Die Schwestern aus dem Mohrenland", die inhaltlich beide in Marburg spielen. Bergengruen    s    Werke    wurden    in    viele    Sprachen    übersetzt    und    erzielten    zum   Teil    sehr    hohe   Auflagenzahlen.    Sein Gesamtwerk zeugt von einer überaus  hohen Tat- und Schaffenskraft.
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Bergengruen, Werner
Erzähler, Schriftsteller und Dichter Geboren am: 16.09.1892 in Riga Gestorben am: 04.09.1964 in Baden-Baden Werner      Bergengruen      wurde      1892      als      Sohn      eines deutschbaltischen   Arztes    in    Riga    geboren.    Seine    Familie muss        ihre        Heimatstadt        Riga        aufgrund        der Russifizierungspolitik des Zarenreiches verlassen. In     Lübeck     besucht     Bergengruen     das     Gymnasiums.     Er studiert    in    Marburg ,    München    und    Berlin,    ohne    dabei einen    Studienabschluss    zu    erwerben.    Von    1914    -    1918 dient    Bergengruen    als    Kriegsfreiwilliger    auf    deutscher Seite.   Im   Jahr   1919   tritt   er   der   Baltischen   Landeswehr   bei, die   in   seiner   alten   Heimat   gegen   die   Rote Armee   kämpft.   In der    Folgezeit    arbeitet    Bergengruen    bei    verschiedenen Zeitungen in Tilsit und Memel. 1922   übernimmt   Bergengruen   die   Leitung   der   Zeitschrift "Ost-Informationen"   in   Berlin   und   wird   1925   Chefredakteur der   "Baltischen   Blätter".   Von   1927   -   1936   arbeitet   B.   als freier   Schriftsteller   in   Berlin   und   München.   1936   konvertiert er   zum   Katholizismus.   Im   Jahr   1937   wird   Bergengruen   aus der    Reichsschrifttumskammer    ausgeschlossen,    kann    aber aufgrund          von          Sondergenehmigungen          teilweise weiterpublizieren.    Von    1936    -    1942    lebt    er    in    Solln    bei München,   bis   sein   Wohnhaus   bei   einem   alliierten   Luftangriff zerstört   wird.   Zwischen   1942   und   1946   wohnt   Bergengruen in   Achenkirch   (Tirol).   Später   zieht   er   nach   Zürich,   Rom   und schließlich nach Baden-Baden. Seine     bereits     zu     Lebzeiten     außergewöhnlich     große Popularität beweisen die zahlreiche Orden und Ehrungen: 1951 - Wilhelm-Raabe-Preis 1957 - Das Grosse Verdienstkreuz des Bundesverdienstordens 1958 - Orden Pour le Merit 1962 - Schillerpreis Zu   den   zahlreichen   Werken   Bergengruen’s   zählen   auch   der im   Jahr   1923   entstandene   Roman   "Das   Gesetz   des   Atum" und   die   1963   erschienene   Erzählung   "Die   Schwestern   aus dem Mohrenland", die inhaltlich beide in Marburg spielen. Bergengruen   s   Werke   wurden   in   viele   Sprachen   übersetzt und    erzielten    zum    Teil    sehr    hohe    Auflagenzahlen.    Sein Gesamtwerk    zeugt    von    einer    überaus        hohen    Tat-    und Schaffenskraft.