Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Eisner, Kurt
Deutscher Politiker und Schriftsteller Geboren am: 14.05.1867 in Berlin Gestorben am: 21.02.1919 in München Der   Politiker   und   Schriftsteller   Kurt   Eisner   wurde   als   Sohn   des   jüdischen   Fabrikanten   Emanuel   Eisner   (1867)   in   Berlin geboren.    Nach    seinem   Abitur    studierte    Eisner    in    Berlin    Philosophie    und    Germanistik.    1892    heiratete    er    Elisabeth Hendrich. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor. Von   1893   bis   1899   ist   Eisner   als   Journalist   in   Marburg   an   der   "Hessischen   Landeszeitung"   tätig.   In   Marburg   lernt   er auch   den   späteren   Reichskanzler   Philipp   Scheidemann   und   den   großen   Marburger   Philosophen   Hermann   Cohen kennen. Ein   Artikel    in    der    Berliner    Zeitschrift    "Kritik"    bringt    Eisner    1897    eine    Klage    wegen    Majestätsbeleidigung    und    eine neunmonatige Haft ein. 1898   tritt   Eisner   in   die   SPD   ein   und   wird   1899   Mitarbeiter   des   sozialdemokratischen   Parteiorgans   "Vorwärts".   Im   Jahr   1900 schreibt   Eisner   eine   Biographie   über   den   Politiker   Wilhelm   Liebknecht.   Im   Jahr   1905   muss   er   den   "Vorwärts"   verlassen,   da sich in der SPD zunehmend die Kritik an dem von Eisner vertretenden Revisionismus Karl Kautzky’s durchsetzt. 1907   wird   Eisner   Chefredakteur   einer   sozialdemokratischen   Zeitung   in   Nürnberg   und   1910   Mitarbeiter   der   "Münchner Post".   Von   1911   bis   1916   betätigt   er   sich   als   Herausgeber   des   Wochenblattes   "Arbeiter   Feuilleton".   1917   heiratet   er,   nach der   Scheidung   von   seiner   ersten   Frau,   die   Münchnerin   Else   Belli.   Aus   dieser   Ehe   gehen   zwei   Töchter   hervor.   Im   gleichen Jahr wird Eisner Vorsitzender der "Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD)" in Bayern. In    der    Novemberrevolution    (1918)    wird    Eisner    Vorsitzender    des    Münchener    Arbeiter-    und    Soldatenrates    sowie Ministerpräsident und Außenminister des von ihm ausgerufenen "Freistaats Bayern". Im   Januar   1919,   nach   der   Wahlniederlage   der   USPD   in   Bayern,   ist   Eisner   mit   seiner   Regierung   zum   Rücktritt   gezwungen. Am   21.02.1919   wird   er   bei   einer   Sitzung   des   neu   gewählten   Landtags   von   dem   rechtsradikalen   Reserveleutnant   Anton Graf von Arco auf Valley ermordet. Sein Tod war das Signal zur Ausrufung der Münchener Räterepublik.
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Eisner, Kurt
Deutscher Politiker und Schriftsteller Geboren am: 14.05.1867 in Berlin Gestorben am: 21.02.1919 in München Der   Politiker   und   Schriftsteller   Kurt   Eisner   wurde   als   Sohn des   jüdischen   Fabrikanten   Emanuel   Eisner   (1867)   in   Berlin geboren.    Nach    seinem    Abitur    studierte    Eisner    in    Berlin Philosophie   und   Germanistik.   1892   heiratete   er   Elisabeth Hendrich. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor. Von   1893   bis   1899   ist   Eisner   als   Journalist   in   Marburg   an der   "Hessischen   Landeszeitung"   tätig.   In   Marburg   lernt   er auch   den   späteren   Reichskanzler   Philipp   Scheidemann und   den   großen   Marburger   Philosophen   Hermann   Cohen kennen. Ein   Artikel   in   der   Berliner   Zeitschrift   "Kritik"   bringt   Eisner 1897    eine    Klage    wegen    Majestätsbeleidigung    und    eine neunmonatige Haft ein. 1898   tritt   Eisner   in   die   SPD   ein   und   wird   1899   Mitarbeiter des   sozialdemokratischen   Parteiorgans   "Vorwärts".   Im   Jahr 1900    schreibt    Eisner    eine    Biographie    über    den    Politiker Wilhelm   Liebknecht.   Im   Jahr   1905   muss   er   den   "Vorwärts" verlassen,   da   sich   in   der   SPD   zunehmend   die   Kritik   an   dem von     Eisner     vertretenden     Revisionismus     Karl     Kautzky’s durchsetzt. 1907   wird   Eisner   Chefredakteur   einer   sozialdemokratischen Zeitung   in   Nürnberg   und   1910   Mitarbeiter   der   "Münchner Post".   Von   1911   bis   1916   betätigt   er   sich   als   Herausgeber des   Wochenblattes   "Arbeiter   Feuilleton".   1917   heiratet   er, nach   der   Scheidung   von   seiner   ersten   Frau,   die   Münchnerin Else   Belli.   Aus   dieser   Ehe   gehen   zwei   Töchter   hervor.   Im gleichen   Jahr   wird   Eisner   Vorsitzender   der   "Unabhängigen Sozialdemokratischen     Partei     Deutschlands     (USPD)"     in Bayern. In   der   Novemberrevolution   (1918)   wird   Eisner   Vorsitzender des      Münchener     Arbeiter-      und      Soldatenrates      sowie Ministerpräsident      und      Außenminister      des      von      ihm ausgerufenen "Freistaats Bayern". Im    Januar    1919,    nach    der    Wahlniederlage    der    USPD    in Bayern,    ist    Eisner    mit    seiner    Regierung    zum    Rücktritt gezwungen.   Am   21.02.1919   wird   er   bei   einer   Sitzung   des neu      gewählten      Landtags      von      dem      rechtsradikalen Reserveleutnant   Anton   Graf   von   Arco   auf   Valley   ermordet. Sein    Tod    war    das    Signal    zur    Ausrufung    der    Münchener Räterepublik.