Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Hahn, Otto
Deutscher Chemiker und Nobelpreisträger Geboren am: 08.03.1879 in Frankfurt/Main Gestorben am: 28.07.1968 in Göttingen Otto Hahn wurde als Sohn eines Kaufmanns in Frankfurt am Main geboren. Als   nur   mittelmäßiger   Schüler   macht   er   1897   an   der   Frankfurter   Klinger   Realschule   sein   Abitur   und   beginnt   wenig später sein Studium der Naturwissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg. Im   Jahr   1901   promoviert   er   bei   Prof.   Theodor   Zincke   in   Marburg   zum   Dr.   phil.   (magna   cum   laude)   und   ist   von   1902 bis 1904 als dessen Assistent in Marburg tätig. Nach   einem   zweijährigen   Aufenthalt   im   Ausland,   bei   Ramsey   in   London   und   Rutherford   in   Kanada,   kehrt   er   1906   nach Deutschland zurück und forscht hier gemeinsam mit Emil Fischer an dessen Berliner Institut. 1907   erfolgt   seine   Habilitation   als   Privatdozent   für   Chemie   an   der   Universität   Berlin.   Noch   im   gleichen   Jahr   lernt   er   Lise Meitner kennen, mit der er über dreißig Jahre lang eng zusammenarbeiten sollte. Am 22.03.1913 heiratet er Edith Junghans. Aus dieser Ehe sollte 1922 Hahn s einziger Sohn Hanno hervorgehen. In   den   folgenden   Jahrzehnten   wird   Otto   Hahn   zu   einem   der   führenden   deutschen Atomwissenschaftler.   1918   entdeckt   er zusammen mit Lise Meitner das Protactinium, 1922 das Uran-Z und 1938 mit Fritz Straßmann die Uranspaltung. Im   Jahr   1944   erhält   Otto   Hahn   den   Nobelpreis   für   Chemie,   den   er   aber   erst   nach   Ende   des   Krieges   (1946)   in   Stockholm entgegen   nehmen   kann.   Ab   1948   ist   er   Präsident   der   Max-Planck-Gesellschaft.   Von   dieser   Position   wird   er   erst   1960, durch den Chemiker Adolf Butenandt, abgelöst. Otto Hahn stirbt am 28.07.1968 in Göttingen. Nur 16 Tage später stirbt seine Frau Edith. Ehrungen und Auszeichnungen: 1922 Emil-Fischer-Medaille (Gesellschaft deutscher Chemiker) 1938 Cannizzaro-Preis (Akademie der Wissenschaften, Rom) 1941 Kopernikus-Preis d. Universität Königsberg 1943 Cothenius-Medaille der Leopoldina 1944 Nobelpreise für Chemie (Annahme: 1946 in Stockholm) 1949 Max-Planck-Medaille (Deutsche Physikalische Gesellschaft) 1949 Ehrendoktor der Universität Tübingen 1949 Ehrendoktor der Universität Frankfurt 1949 Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt 1949 Ehrenmitglied d. Senckenberger Naturforschungs Gesellschaft 1949 Ehrendoktor der Technische Hochschule Darmstadt 1953 Goldene Paracelsus-Medaille (Schweizer Chemische Gesellschaft) 1956 Faraday-Medaille (British Chemical Society) 1962 Enrico-Fermi-Preis.
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Hahn, Otto
Deutscher Chemiker und Nobelpreisträger Geboren am: 08.03.1879 in Frankfurt/Main Gestorben am: 28.07.1968 in Göttingen Otto   Hahn   wurde   als   Sohn   eines   Kaufmanns   in   Frankfurt   am Main geboren. Als    nur    mittelmäßiger    Schüler    macht    er    1897    an    der Frankfurter   Klinger   Realschule   sein   Abitur   und   beginnt wenig   später   sein   Studium   der   Naturwissenschaften   an der Philipps-Universität in Marburg. Im   Jahr   1901   promoviert   er   bei   Prof.   Theodor   Zincke   in Marburg   zum   Dr.   phil.   (magna   cum   laude)   und   ist   von 1902 bis 1904 als dessen Assistent in Marburg tätig. Nach    einem    zweijährigen    Aufenthalt    im    Ausland,    bei Ramsey   in   London   und   Rutherford   in   Kanada,   kehrt   er   1906 nach   Deutschland   zurück   und   forscht   hier   gemeinsam   mit Emil Fischer an dessen Berliner Institut. 1907   erfolgt   seine   Habilitation   als   Privatdozent   für   Chemie an   der   Universität   Berlin.   Noch   im   gleichen   Jahr   lernt   er Lise   Meitner   kennen,   mit   der   er   über   dreißig   Jahre   lang   eng zusammenarbeiten sollte. Am   22.03.1913   heiratet   er   Edith   Junghans.   Aus   dieser   Ehe sollte 1922 Hahn s einziger Sohn Hanno hervorgehen. In   den   folgenden   Jahrzehnten   wird   Otto   Hahn   zu   einem   der führenden   deutschen   Atomwissenschaftler.   1918   entdeckt er   zusammen   mit   Lise   Meitner   das   Protactinium,   1922   das Uran-Z und 1938 mit Fritz Straßmann die Uranspaltung. Im   Jahr   1944   erhält   Otto   Hahn   den   Nobelpreis   für   Chemie, den   er   aber   erst   nach   Ende   des   Krieges   (1946)   in   Stockholm entgegen   nehmen   kann.   Ab   1948   ist   er   Präsident   der   Max- Planck-Gesellschaft.   Von   dieser   Position   wird   er   erst   1960, durch den Chemiker Adolf Butenandt, abgelöst. Otto   Hahn   stirbt   am   28.07.1968   in   Göttingen.   Nur   16   Tage später stirbt seine Frau Edith. Ehrungen und Auszeichnungen: 1922 Emil-Fischer-Medaille (Gesellschaft deutscher Chemiker) 1938 Cannizzaro-Preis (Akademie der Wissenschaften, Rom) 1941 Kopernikus-Preis d. Universität Königsberg 1943 Cothenius-Medaille der Leopoldina 1944 Nobelpreise für Chemie (Annahme: 1946 in Stockholm) 1949 Max-Planck-Medaille (Deutsche Physikalische Gesellschaft) 1949 Ehrendoktor der Universität Tübingen 1949 Ehrendoktor der Universität Frankfurt 1949 Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt 1949 Ehrenmitglied d. Senckenberger Naturforschungs Gesellschaft 1949 Ehrendoktor der Technische Hochschule Darmstadt 1953 Goldene Paracelsus-Medaille (Schweizer Chemische Gesellschaft) 1956 Faraday-Medaille (British Chemical Society) 1962 Enrico-Fermi-Preis.