Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Pasternak, Boris
Russischer Erzähler und Lyriker Geboren am: 10.02.1890 in Moskau Gestorben am: 30.05.1960 in Peredelkino bei Moskau Boris Pasternak wurde als Sohn eines Malers und einer Pianistin in Moskau geboren. Er studierte Musik und Philosophie. An   der   Philipps-Universität   Marburg   wurde   er   von   1912   bis   1914   von   Hermann   Cohen   unterrichtet.   Während   dieser Marburger Zeit verheiratete er sich auch mit einer Marburger Bürgerin. Nach   seinem   Studium   erschien   1914   in   Moskau   sein   erster   Gedichtband   mit   dem   Titel:   "Zwilling   in   Wolken".   1922   folgte sein   erster   großer   Erfolg   mit   dem   Band:   "Meine   Schwester   -   das   Leben".   In   den   30er   und   40er   Jahren   war   Pasternak   fast ausschließlich als Übersetzer tätig; u. a. Goethe, Rilke und Shakespeare. Weltruhm   errang   er   mit   seinem   von   1948   bis   1956   entstandenen   und   im   Jahr   1957   veröffentlichten   Roman:   "Doktor Schiwago".   Weitere   bekannte   Werke   sind:   "Lüvers   Kindheit   (1922)",   "Geleitbrief   (1931)",   "Wenn   es   aufklart,   (1959)"   und "Über mich selbst (1959). 1958   wurde   Pasternak   aus   dem   russischen   Schriftstellerverband,   deren   Vorsitzender   er   1934   war,   ausgeschlossen.   Im gleichen    Jahr    erhielt    er    den    Nobelpreis    für    Literatur,    den    er    allerdings    auf    Druck    von    Partei,    Staat    und Schriftstellerverband   ablehnen   musste.   Sein   Hauptwerk:   "Doktor   Schiwago"   durfte   viele   Jahre   lang   nicht   in   der   UdSSR erscheinen; erst 1988 wurde dieser Roman in der Sowjetunion erstmals veröffentlicht. Boris   Pasternak   starb   am   30.   Mai   1960   in   Peredelkino   bei   Moskau.   Mehrere   seiner   Erzählungen   und   Gedichte   sind Marburg gewidmet, das er im Jahr 1922, 8 Jahre nach seinem Studium, noch einmal besuchte.
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Pasternak, Boris
Russischer Erzähler und Lyriker Geboren am: 10.02.1890 in Moskau Gestorben am: 30.05.1960 in Peredelkino bei Moskau Boris    Pasternak    wurde    als    Sohn    eines    Malers    und    einer Pianistin    in    Moskau    geboren.    Er    studierte    Musik    und Philosophie. An   der   Philipps-Universität   Marburg   wurde   er   von   1912 bis    1914    von    Hermann    Cohen    unterrichtet.    Während dieser   Marburger   Zeit   verheiratete   er   sich   auch   mit   einer Marburger Bürgerin. Nach   seinem   Studium   erschien   1914   in   Moskau   sein   erster Gedichtband    mit    dem    Titel:    "Zwilling    in    Wolken".    1922 folgte    sein    erster    großer    Erfolg    mit    dem    Band:    "Meine Schwester   -   das   Leben".   In   den   30er   und   40er   Jahren   war Pasternak    fast    ausschließlich    als    Übersetzer    tätig;    u.    a. Goethe, Rilke und Shakespeare. Weltruhm    errang    er    mit    seinem    von    1948    bis    1956 entstandenen   und   im   Jahr   1957   veröffentlichten   Roman: "Doktor   Schiwago".   Weitere   bekannte   Werke   sind:   "Lüvers Kindheit   (1922)",   "Geleitbrief   (1931)",   "Wenn   es   aufklart, (1959)" und "Über mich selbst (1959). 1958        wurde        Pasternak        aus        dem        russischen Schriftstellerverband,    deren    Vorsitzender    er    1934    war, ausgeschlossen.   Im   gleichen   Jahr   erhielt   er   den   Nobelpreis für   Literatur,   den   er   allerdings   auf   Druck   von   Partei,   Staat und       Schriftstellerverband       ablehnen       musste.       Sein Hauptwerk:   "Doktor   Schiwago"   durfte   viele   Jahre   lang   nicht in   der   UdSSR   erscheinen;   erst   1988   wurde   dieser   Roman   in der Sowjetunion erstmals veröffentlicht. Boris   Pasternak   starb   am   30.   Mai   1960   in   Peredelkino   bei Moskau.   Mehrere   seiner   Erzählungen   und   Gedichte   sind Marburg   gewidmet,   das   er   im   Jahr   1922,   8   Jahre   nach seinem Studium, noch einmal besuchte.