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Auf der Nordseite des Schlosshofes finden wir den Marstall und das daran angrenzende Zeughaus.
Der viergeschossige Bau des Marstalls ist das herausragende Gebäude der Vorburg. Am auffallendsten ist das reich verzierte Renaissanceportal, das die alte Jahreszahl 1573 trägt, das aber erst 1898 von einem ehemaligen Adelssitz am Marburger Steinweg Nr. 4 hierher versetzt wurde.
Die Wetterfahne auf dem Zwerchgiebel zeigt die Jahreszahl 1782 und stellt einen Wolfskopf mit herausgestreckter Zunge dar. Der westliche Giebel wurde verändert, dort schloss sich ursprünglich der kleine Marstall an, der aber schon im 17. Jahrhundert abgerissen wurde. Vermutlich während des Dreißigjährigen Krieges wurden die oberen in Fachwerk gehaltenen Geschosse beschädigt und später mit einer Sandsteinfassade erneuert. Die rechte Giebelseite des Marstalls ist noch im Fachwerk der früheren Zeit erhalten.
Rechts neben dem Marstall liegt das alte Zeughaus und ein Zwischentor zur Nordterrasse. Der Marstall und das Zeughaus bilden eine zusammenhängende Einheit (Baugruppe) des Marburger Schlosses.
Abbildung: Marstall -
Marstall und Zeughaus
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