Die Philipps-Universität Marburg besitzt zwei Botanische Gärten. Der erste und ältere wurde 1786 gegründet und befindet sich mitten in der Marburger Innenstadt am Pilgrimstein. In seiner Mitte befindet sich ein kleiner Fischteich, und der Garten verfügt über einen sehr schönen und alten Baumbestand. Dieser Garten wird heute in erster Linie als kleiner Erholungspark genutzt.
Leider hat die geringe Größe und die zentrale Lage des “Alten Botanischen Gartens” aber auch einige gravierende Nachteile, denn an schönen warmen Sommertagen wirkt der Garten oft etwas überfüllt und die zahlreichen Besucher hinterlassen oft riesige Berge an Müll und Unrat. Auch freilaufende Hunde und gelegentlich stattfindende Saufgelage können den ansonsten positiven Eindruck des Gartens um einiges schmälern.
Der zweite Botanische Garten, der 1977 erstmals seine Pforten öffnete, kann auf den Marburger Lahnbergen an der Karl-von-Frisch-Straße besichtigt werden. Im Gegensatz zum alten Botanischen Garten wirkt der neue Garten um einiges gepflegter. Außerdem ist er erheblich größer und man kann sich dort viel ungestörter durch die Natur bewegen. Darüber hinaus bietet der neue “Botanische Garten” eine wesentlich größere Anzahl an Sehenswürdigkeiten, so z.B. die großen Schaugewächshäuser, die Streuobstwiese, die Farnschlucht, das Alpinum und nicht zuletzt auch die alten Hünengräber aus vorchristlicher Zeit. Doch egal für welchen der zwei Gärten Sie sich entscheiden, ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit in beiden.
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Botanischer Garten auf den Lahnbergen
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