Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Scheidemann, Philipp
Deutscher Politiker Geboren am: 26.07.1865 in Kassel Gestorben am: 29.11.1939 in Kopenhagen Philipp   Scheidemann   wurde   1865   als   Sohn   eines   Polstermachers   und   Tapeziermeisters   geboren.   Nach   dem   Besuch   der höheren   Bürgerschule   erlernt   er   den   Beruf   des   Schriftsetzers.   Im   Jahr   1883   tritt   er   in   die   Sozialdemokratische   Partei Deutschlands (SPD) und die Gewerkschaft ein. Von   1888   bis   1894   lebt   Scheidemann   als   Buchdrucker   in   Marburg.   Während   dieser   Zeit   gründet   er   seine   Familie   und lernt hier in Marburg auch den Politiker und Schriftsteller Kurt Eisner kennen. In   den   Jahren   von   1895   bis   1905   arbeitet   Philipp   Scheidemann   als   Redakteur   bei   verschiedenen   Zeitungen   in   Gießen, Nürnberg,   Kassel   und   Offenbach.   1903   wird   ist   er   Mitglied   des   Reichstages.   Von   1906   -   1911   ist   er   als   Stadtverordneter   in Kassel tätig. Von 1911 bis 1920 ist er Mitglied des SPD-Vorstandes. Im   Jahr   1918,   nach   der   Abdankung   Kaiser   Wilhelm   II.,   ruft   Scheidemann   im   Reichstag   die   "Deutsche   Republik"   aus.   Nur zwei   Stunden   später   verkündet   Karl   Liebknecht   vom   Balkon   des   Berliner   Schlosses   die   "Freie   sozialistische   Republik".   Im Februar   1919   wird   Scheidemann   erster   demokratisch   legitimierter   Reichskanzler   der   Weimarer   Republik.   Aus   Protest gegen den Versailler Friedensvertrag tritt er aber bereits im Juni 1919 zurück. Von   1920   -   1925   ist   Scheidemann   Oberbürgermeister   in   Kassel.   Als   Adolf   Hitler   1933   an   die   Macht   kommt,   emigriert   er über Prag nach Frankreich, später in die USA und nach Dänemark. Scheidemann stirbt 1939 in Kopenhagen.
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Scheidemann, Philipp
Deutscher Politiker Geboren am: 26.07.1865 in Kassel Gestorben am: 29.11.1939 in Kopenhagen Philipp      Scheidemann      wurde      1865      als      Sohn      eines Polstermachers   und   Tapeziermeisters   geboren.   Nach   dem Besuch   der   höheren   Bürgerschule   erlernt   er   den   Beruf   des Schriftsetzers.      Im      Jahr      1883      tritt      er      in      die Sozialdemokratische    Partei    Deutschlands    (SPD)    und    die Gewerkschaft ein. Von   1888   bis   1894   lebt   Scheidemann   als   Buchdrucker   in Marburg.   Während   dieser   Zeit   gründet   er   seine   Familie und    lernt    hier    in    Marburg    auch    den    Politiker    und Schriftsteller Kurt Eisner kennen. In     den     Jahren     von     1895     bis     1905     arbeitet     Philipp Scheidemann   als   Redakteur   bei   verschiedenen   Zeitungen   in Gießen,   Nürnberg,   Kassel   und   Offenbach.   1903   wird   ist   er Mitglied    des    Reichstages.    Von    1906    -    1911    ist    er    als Stadtverordneter   in   Kassel   tätig.   Von   1911   bis   1920   ist   er Mitglied des SPD-Vorstandes. Im   Jahr   1918,   nach   der   Abdankung   Kaiser   Wilhelm   II.,   ruft Scheidemann   im   Reichstag   die   "Deutsche   Republik"   aus.   Nur zwei   Stunden   später   verkündet   Karl   Liebknecht   vom   Balkon des   Berliner   Schlosses   die   "Freie   sozialistische   Republik".   Im Februar     1919     wird     Scheidemann     erster     demokratisch legitimierter    Reichskanzler    der    Weimarer    Republik.    Aus Protest   gegen   den   Versailler   Friedensvertrag   tritt   er   aber bereits im Juni 1919 zurück. Von    1920    -    1925    ist    Scheidemann    Oberbürgermeister    in Kassel. Als Adolf   Hitler   1933   an   die   Macht   kommt,   emigriert er   über   Prag   nach   Frankreich,   später   in   die   USA   und   nach Dänemark. Scheidemann stirbt 1939 in Kopenhagen.