Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Marburg in Hessen

Schloßsteig

Der     Schloßsteig,     früher     Judengasse,     ist     eine Verbindungsgasse   zwischen   Wettergasse   und   Mainzer Gasse.   Am    oberen    Ende    des    Schloßsteigs    befindet sich heute der kleine Willy-Sage-Platz. Juden   hat   es   im   alten   Marburg   schon   im   dreizehnten vielleicht   sogar   zwölften   Jahrhundert   gegeben.   Um ca.   1280   gab   es   auch   bereits   eine   kleine   Synagoge   in Marburg,   die   aber   beim   großen   Marburger   Stadtbrand 1317    vernichtet    wurde.    1320    errichtete    man    an gleicher   Stelle,   dem   heutigen   Willy-Sage-Platz   einen Neubau.    1452    wurde    die    Synagoge    dann    zerstört. 1993   entdeckte   man   bei   Ausgrabungen   durch   Zufall noch   einige   gut   erhaltene   Reste   dieser   alten   Synagoge.   Um   die   Überreste   der   alten Synagoge    dauerhaft    zu    schützen,    wurde    im    Jahr    2002    ein    Glaskubus    über    der Ausgrabungsstätte errichtet. Direkt   schräg   gegenüber   der   alten   Synagoge   befindet   sich   an   der   Ecke   zur   Mainzer Gasse   das   Eckhaus   Schloßsteig   Nr.   6.   Bei   diesem   Gebäude   handelt   es   sich   um   ein vierstöckiges   Fachwerkhaus.   Der   vordere   Teil   des   Hauses   stammt   aus   dem   Jahr   1340, der   hintere   später   angebaute   Teil   aus   dem   Jahr   1380.   In   den   Jahren   1660   bis   1720 wurde   das   obere   Stockwerk   von   der   damaligen   jüdischen   Gemeinde   als   Synagoge beziehungsweise   Gebetsraum   benutzt.   Das   Haus   wurde   1990   fachmännisch   entkernt und danach wieder neu aufgebaut.
Schloßsteig 4 - 6 im April 2013. Reste der alten Synagoge, 2013 Schloßsteig 6 im Sept. 2014. Willy-Sage-Platz, 2013 < zurück < zurück weiter > weiter >
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Marburg in Hessen

Schloßsteig

Der   Schloßsteig,   früher   Judengasse, ist    eine    Verbindungsgasse    zwischen Wettergasse   und   Mainzer   Gasse.   Am oberen      Ende      des      Schloßsteigs befindet   sich   heute   der   kleine   Willy- Sage-Platz. Juden   hat   es   im   alten   Marburg   schon im      dreizehnten      vielleicht      sogar zwölften   Jahrhundert   gegeben.   Um   ca.   1280   gab   es   auch bereits   eine   kleine   Synagoge   in   Marburg,   die   aber   beim großen   Marburger   Stadtbrand   1317   vernichtet   wurde.   1320 errichtete    man    an    gleicher    Stelle,    dem    heutigen    Willy- Sage-Platz   einen   Neubau.   1452   wurde   die   Synagoge   dann zerstört.    1993    entdeckte    man    bei    Ausgrabungen    durch Zufall    noch    einige    gut    erhaltene    Reste    dieser    alten Synagoge.   Um   die   Überreste   der   alten   Synagoge   dauerhaft zu   schützen,   wurde   im   Jahr   2002   ein   Glaskubus   über   der Ausgrabungsstätte errichtet. Direkt   schräg   gegenüber   der   alten   Synagoge   befindet   sich an   der   Ecke   zur   Mainzer   Gasse   das   Eckhaus   Schloßsteig   Nr. 6.   Bei   diesem   Gebäude   handelt   es   sich   um   ein   vierstöckiges Fachwerkhaus.   Der   vordere   Teil   des   Hauses   stammt   aus dem   Jahr   1340,   der   hintere   später   angebaute   Teil   aus   dem Jahr   1380.   In   den   Jahren   1660   bis   1720   wurde   das   obere Stockwerk    von    der    damaligen    jüdischen    Gemeinde    als Synagoge   beziehungsweise   Gebetsraum   benutzt.   Das   Haus wurde   1990   fachmännisch   entkernt   und   danach   wieder   neu aufgebaut.
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