Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Marburg in Hessen

Bismarckturm

Der   Marburger   Bismarckturm   wurde   in   den   Jahren   1903   bis   1904   errichtet.   Bereits Ende    1901    regte    die    Marburger    Studentenschaft    den    Bau    des    Turmes    an.    Die Bereitstellung   der   Geldmittel   erfolgte   durch   die   Marburger   Studenten   und   durch   die Spenden   von   Marburger   Bürgern.   Der   Entwurf   des   Turmes   ist   auf   den Architekten   und Professor   Wilhelm   Kreis   zurückzuführen.   Mit   der   Ausführung   des   Baues   wurde   das Marburger Architekturbüro Reising und Ziggel beauftragt. Anfangs    war    man    sich    nicht    einig,    ob    der    Turm    als    reine    Feuersäule    oder    als Aussichtsturm   gebaut   werden   sollte.   Schließlich   entschied   man   sich   aber   für   den Einbau einer Treppe. Als   Material   für   den   Bau   des   Turmes   wurde   roter   Sandstein   verwendet.   Am   oberen Teil   des Turmes   befindet   sich   ein   Relief,   welches   das   Familienwappen   der   Familie   von Bismarck   zeigt.   Die   Turmkrone   war   ursprünglich   mit   einem   Eisengestänge   versehen, an   dem   20   Feuerkästen   aus   Blech   angehängt   waren.   Das   Gestänge   und   die   Kästen wurden aber 1966 entfernt. Zur   Aussichtsplattform,   von   der   ein   guter   Blick   über   Marburg   möglich   sein   sollte, gelangt   man   über   63   Treppenstufen.   Leider   ist   der   Turm   heute   aber   verschlossen   und für   den   normalen   Besucher   nicht   mehr   zugänglich.   Allerdings   ist   der   Blick   auf   die Stadt auch etwas unterhalb des Turmes recht beeindruckend (siehe Fotos). Die    Einweihung    des    Turmes    fand    am    21.06.1904    statt.    Nach    der    feierlichen Schlüsselübergabe    und    diversen   Ansprachen    folgte    ein    Fackelzug    der    Studenten. Wahrscheinlich    wurde    an    diesem    Tag    auch    die    erste    Befeuerung    des    Turmes vorgenommen.   Die   Flammenhöhe   des   offenen   Feuers   lag   bei   etwa   10   bis   15   Meter und die Brenndauer bei ca. ein bis zwei Stunden. Bis   zum   Beginn   des   1.   Weltkrieges   fanden   am   Marburger   Bismarckturm   regelmäßig Sonnenwendfeiern   und   Feiern   zum   Geburtstag   Bismarcks   statt. Auch   in   der   Weimarer Republik   und   während   der   NS-Zeit   wurde   der   Turm,   mehr   oder   minder   häufig,   für verschiedene   Feiern   genutzt.   Nach   Ende   des   2.   Weltkrieges   gab   es   keine   Gedenkfeuer oder Veranstaltungen mehr. Im   Jahr   1954   wurde   vom   Marburger   Verschönerungsverein,   anlässlich   des   fünfzigsten bestehen   des   Turmes,   in   der   Nähe   der   Säule   eine   kleine   Schutzhütte   (Sieberts   Ruh) errichtet.    Nach    1965    entstand    am   Turm    eine    kleine    Parkanlage    mit    Wiesen    und Bänken. Der Turm ist bequem zu Fuß, per Bus oder mit dem eigenen Auto zu erreichen.
< zurück < zurück weiter > weiter > Bismarckturm, 2007 Eingang mit Inschrift zum Bismarckturm Wappen am Bismarckturm Blick vom Bismarckturm Marburg in Richtung Elisabethkirche. Der Bismarckturm in Marburg, 2007.
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Bismarckturm

Der   Marburger   Bismarckturm   wurde   in   den   Jahren   1903   bis 1904    errichtet.    Bereits    Ende    1901    regte    die    Marburger Studentenschaft   den   Bau   des   Turmes   an.   Die   Bereitstellung der   Geldmittel   erfolgte   durch   die   Marburger   Studenten   und durch   die   Spenden   von   Marburger   Bürgern.   Der   Entwurf   des Turmes   ist   auf   den   Architekten   und   Professor   Wilhelm   Kreis zurückzuführen.   Mit   der   Ausführung   des   Baues   wurde   das Marburger Architekturbüro Reising und Ziggel beauftragt. Anfangs   war   man   sich   nicht   einig,   ob   der   Turm   als   reine Feuersäule   oder   als   Aussichtsturm   gebaut   werden   sollte. Schließlich   entschied   man   sich   aber   für   den   Einbau   einer Treppe. Als   Material   für   den   Bau   des   Turmes   wurde   roter   Sandstein verwendet.   Am   oberen   Teil   des   Turmes   befindet   sich   ein Relief,    welches    das    Familienwappen    der    Familie    von Bismarck   zeigt.   Die   Turmkrone   war   ursprünglich   mit   einem Eisengestänge   versehen,   an   dem   20   Feuerkästen   aus   Blech angehängt   waren.   Das   Gestänge   und   die   Kästen   wurden aber 1966 entfernt. Zur    Aussichtsplattform,    von    der    ein    guter    Blick    über Marburg     möglich     sein     sollte,     gelangt     man     über     63 Treppenstufen.   Leider   ist   der   Turm   heute   aber   verschlossen und    für    den    normalen    Besucher    nicht    mehr    zugänglich. Allerdings   ist   der   Blick   auf   die   Stadt   auch   etwas   unterhalb des Turmes recht beeindruckend (siehe Fotos). Die   Einweihung   des   Turmes   fand   am   21.06.1904   statt.   Nach der   feierlichen   Schlüsselübergabe   und   diversen   Ansprachen folgte   ein   Fackelzug   der   Studenten.   Wahrscheinlich   wurde an    diesem    Tag    auch    die    erste    Befeuerung    des    Turmes vorgenommen.   Die   Flammenhöhe   des   offenen   Feuers   lag bei   etwa   10   bis   15   Meter   und   die   Brenndauer   bei   ca.   ein   bis zwei Stunden. Bis   zum   Beginn   des   1.   Weltkrieges   fanden   am   Marburger Bismarckturm    regelmäßig    Sonnenwendfeiern    und    Feiern zum    Geburtstag    Bismarcks    statt.   Auch    in    der    Weimarer Republik   und   während   der   NS-Zeit   wurde   der   Turm,   mehr oder   minder   häufig,   für   verschiedene   Feiern   genutzt.   Nach Ende   des   2.   Weltkrieges   gab   es   keine   Gedenkfeuer   oder Veranstaltungen mehr. Im   Jahr   1954   wurde   vom   Marburger   Verschönerungsverein, anlässlich   des   fünfzigsten   bestehen   des Turmes,   in   der   Nähe der   Säule   eine   kleine   Schutzhütte   (Sieberts   Ruh)   errichtet. Nach   1965   entstand   am   Turm   eine   kleine   Parkanlage   mit Wiesen und Bänken. Der   Turm   ist   bequem   zu   Fuß,   per   Bus   oder   mit   dem   eigenen Auto zu erreichen.
Der Bismarckturm in Marburg, 2007. < zurück < zurück weiter > weiter >