Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Elisabeth von Thüringen
Heilige; Witwe des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen Geboren am: Wahrscheinlich 1207 auf Burg Saros-Patak in Ungarn Gestorben am: 17.11.1231 in Marburg Elisabeth    wurde    1207    als   Tochter    des    ungarischen    Königs   Andreas    II.    und    seiner    Gemahlin,    einer    Gräfin    aus    dem Geschlecht   der   Grafen   von   Andechs-Meranien,   auf   Burg   Saros-Patak   (Ungarn)   geboren.   Im   Alter   von   4   Jahren   wurde   sie mit   dem   elfjährigen   Sohn   des   Landgrafen   von   Thüringen   verlobt   und   zur   gemeinsamen   Erziehung   auf   die   thüringische Wartburg   gebracht.   Als   Elisabeth   15   Jahre   alt   war,   fand   die   Hochzeit   mit   Ludwig   IV.   statt.   Es   wurde   eine   überaus glückliche Ehe, aus der 4 Kinder hervorgingen. Bereits   während   ihrer   Ehe   war   Elisabeth   für   ihre   Mildtätigkeit   weithin   bekannt.   Sie   pflegte   die   Kranken   und   Aussätzigen und    nahm    sich    der   Armen    und    Waisen    an.    Während    der    großen    Hungersnot    von    1225/26    öffnete    sie    die    eigenen Kornkammern und verteilte die Vorräte an die Ärmsten der Armen. Im   Jahr   1226   wurde   der   bekannte   Predigermönch   und   Inquisitor   Konrad   von   Marburg   ihr   gestrenger   Beichtvater.   Im gleichen   Jahr   stiftete   sie   in   Eisenach   ein   Kloster,   das   dem   heiligen   Franziskus   geweiht   war   und   als   Hospital   genutzt wurde. 1227   nahm   Elisabeth   s   Gemahl   Ludwig   an   einem   Kreuzzug   teil,   wenige   Monate   danach   traf   die   Nachricht   von   seinem   Tod ein. Elisabeth   s   Mildtätigkeit   war   vielen   anderen   Adligen   ein   Dorn   im   Auge.   Nach   Ludwigs   Tod   brach   offener   Hass   und Feindschaft   gegen   die   nun   Wehrlose   hervor.   Man   beraubte   sie   ihrer   Witwengüter   und   vertrieb   sie   und   ihre   Kinder   mitten im   Winter   von   der   Wartburg.   Einzig   und   allein   ihr   Onkel   Egbert,   Bischof   von   Bamberg,   gewährte   ihr   Unterschlupf   und Schutz. Nach ihrer Vertreibung von der Wartburg trat Elisabeth in den 3. Orden der Franziskaner ein. Nachdem   sie   einen Teil   ihrer   Witwengüter   zurück   gewann,   gründete   sie   1228   in   Marburg   das   Franziskus   Hospital   und widmete   sich   auch   hier,   ohne   Rücksicht   auf   die   eigenen   rasch   verfallenden   Kräfte   zu   nehmen,   der   Pflege   der Kranken und Armen. Elisabeth starb im Alter von 24 Jahren am 17. November 1231 in Marburg. Bereits   kurze   Zeit   nach   dem   Tod   Elisabeth   s   ereigneten   sich   an   ihrer   Ruhestätte   vielerlei   Wunder   und   bald   schon besuchten   zahlreiche   Menschen   das   Grab.   Der   Inquisitor   Konrad   von   Marburg   und   ihr   Schwager   Konrad   von   Thüringen bemühten   sich   schon   bald   um   eine   Heiligsprechung   Elisabeth   s,   nicht   zuletzt   auch   um   ihr   eigenes Ansehen   und   die   eigene Stellung zu verbessern. Im   Jahr   1235   wurde   Elisabeth   von   Papst   Gregor   IX.   Heilig   gesprochen,   die   feierliche   Erhebung   der   Gebeine   fand   in Anwesenheit   von   Kaiser   Friedrich   II.   statt.   Kurz   darauf   begann   der   Deutsche   Orden   in   Marburg   mit   dem   Bau   der frühgotischen Elisabethkirche.
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Elisabeth von Thüringen
Heilige; Witwe des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen Geboren am: Wahrscheinlich 1207 auf Burg Saros-Patak in Ungarn Gestorben am: 17.11.1231 in Marburg Elisabeth   wurde   1207   als   Tochter   des   ungarischen   Königs Andreas    II.    und    seiner    Gemahlin,    einer    Gräfin    aus    dem Geschlecht    der    Grafen    von    Andechs-Meranien,    auf    Burg Saros-Patak   (Ungarn)   geboren.   Im Alter   von   4   Jahren   wurde sie   mit   dem   elfjährigen   Sohn   des   Landgrafen   von   Thüringen verlobt      und      zur      gemeinsamen      Erziehung      auf      die thüringische   Wartburg   gebracht.   Als   Elisabeth   15   Jahre   alt war,   fand   die   Hochzeit   mit   Ludwig   IV.   statt.   Es   wurde   eine überaus glückliche Ehe, aus der 4 Kinder hervorgingen. Bereits     während     ihrer     Ehe     war     Elisabeth     für     ihre Mildtätigkeit   weithin   bekannt.   Sie   pflegte   die   Kranken   und Aussätzigen    und    nahm    sich    der    Armen    und    Waisen    an. Während   der   großen   Hungersnot   von   1225/26   öffnete   sie die   eigenen   Kornkammern   und   verteilte   die   Vorräte   an   die Ärmsten der Armen. Im    Jahr    1226    wurde    der    bekannte    Predigermönch    und Inquisitor   Konrad   von   Marburg   ihr   gestrenger   Beichtvater. Im   gleichen   Jahr   stiftete   sie   in   Eisenach   ein   Kloster,   das dem    heiligen    Franziskus    geweiht    war    und    als    Hospital genutzt wurde. 1227   nahm   Elisabeth   s   Gemahl   Ludwig   an   einem   Kreuzzug teil,   wenige   Monate   danach   traf   die   Nachricht   von   seinem Tod ein. Elisabeth   s   Mildtätigkeit   war   vielen   anderen   Adligen   ein Dorn   im   Auge.   Nach   Ludwigs   Tod   brach   offener   Hass   und Feindschaft   gegen   die   nun   Wehrlose   hervor.   Man   beraubte sie    ihrer    Witwengüter    und    vertrieb    sie    und    ihre    Kinder mitten   im   Winter   von   der   Wartburg.   Einzig   und   allein   ihr Onkel     Egbert,     Bischof     von     Bamberg,     gewährte     ihr Unterschlupf und Schutz. Nach   ihrer   Vertreibung   von   der   Wartburg   trat   Elisabeth   in den 3. Orden der Franziskaner ein. Nachdem     sie     einen    Teil     ihrer     Witwengüter     zurück gewann,   gründete   sie   1228   in   Marburg   das   Franziskus Hospital   und   widmete   sich   auch   hier,   ohne   Rücksicht   auf die   eigenen   rasch   verfallenden   Kräfte   zu   nehmen,   der Pflege   der   Kranken   und   Armen.   Elisabeth   starb   im   Alter von 24 Jahren am 17. November 1231 in Marburg. Bereits   kurze   Zeit   nach   dem   Tod   Elisabeth   s   ereigneten   sich an    ihrer    Ruhestätte    vielerlei    Wunder    und    bald    schon besuchten   zahlreiche   Menschen   das   Grab.   Der   Inquisitor Konrad von Marburg und ihr Schwager Konrad von Thüringen bemühten     sich     schon     bald     um     eine     Heiligsprechung Elisabeth   s,   nicht   zuletzt   auch   um   ihr   eigenes   Ansehen   und die eigene Stellung zu verbessern. Im   Jahr   1235   wurde   Elisabeth   von   Papst   Gregor   IX.   Heilig gesprochen,   die   feierliche   Erhebung   der   Gebeine   fand   in Anwesenheit    von    Kaiser    Friedrich    II.    statt.    Kurz    darauf begann   der   Deutsche   Orden   in   Marburg   mit   dem   Bau   der frühgotischen Elisabethkirche.