Otto, Rudolf - Marburg

Marburger Landgrafenschloss
Pilgrimstein, Marburg
Marburg
in
Hessen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Otto, Rudolf

Historisches > Bekannte Marburger
Bedeutender deutscher Religionskundler

Geboren am:
25.09.1869 in Peine

Gestorben am:
06.03.1937 in Marburg


Rudolf Otto war der Sohn eines Malzfabrikbesitzers aus Peine. 1869 geboren, siedelte seine Familie 1882 nach Hildesheim um. In Hildesheim trat der damals 12jährige Otto in das Gymnasium Andreanum ein.

Ab 1888 studierte Otto in Erlangen und Göttingen das Fach Theologie und promovierte 1898 mit einer Dissertation über den heiligen Geist bei Luther.

Nach einer achtjährigen Tätigkeit als Privatdozent wurde er 1906 in Göttingen zum außerordentlichen Professor ernannt. 1915 übernahm er eine Professur an der Universität in Breslau.

Im Jahr1917 erhielt er einen Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Philipps-Universität in Marburg.

Von 1913-1918 war Otto Mitglied des preußischen Landtags und 1919 Mitglied der preußischen Landesversammlung. Während der Weimarer Zeit versuchte er den evangelischen Gottesdienst nach seinen eigenen theologischen Ideen zu erneuern.

Otto war der Gründer der im Marburger Landgrafenschloss untergebrachten Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg. Diese heute noch existierende Sammlung gilt als eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Aus gesundheitlichen Gründen wurde der ständig kränkelnde Otto aber bereits 1929 emeritiert.

Rudolf Otto starb 1936 in Marburg an den Folgen einer Lungenentzündung, die er sich nach einem Sturz aus einem Turm, eventuell einem Selbstmordversuch, zugezogen hatte.

Copyright © 2017 Wolfgang Krebs.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü