Marburg in Hessen
Copyright © 2016 Wolfgang Krebs. Alle Rechte vorbehalten.
Sauerbruch, Ernst Ferdinand
Bedeutender Arzt (Chirurg) Geboren am: 03.07.1875 in Barmen Gestorben am: 02.07.1951 in Berlin Ernst   Ferdinand   Sauerbruch   war   einer   der   bekanntesten   und   führenden   deutschen   Chirurgen   in   der   ersten   Hälfte   des   20. Jahrhunderts.   Er   war   ein   geschickter   und   genialer   Operateur   der   mit   seinen   zuweilen   waghalsigen   Operationen   vielen Menschen das Leben rettete. Sauerbruch   studierte   in   den   Städten   Marburg    und   Jena   und   promovierte   1902   in   Leipzig.    Danach   ging   er   nach   Kassel, Erfurt   und   Berlin.   Von   1903   -   1905   war   er   als   Assistenzarzt   in   Breslau   tätig,   wo   er   sich   der   Brustkorbchirurgie   zuwandte. Im   Jahr   1904   führte   Sauerbruch   erstmals   erfolgreich   eine   Operation   am   offenen   Thorax   (Brustkorb)   vor.   Für   diese Operation benutzte er eine von ihm selber entwickelte Unterdruckkammer. Von    1907    -    1910    war    er    als    Oberarzt    und    Privatdozent    an    der    Chirurgischen    Universitätsklinik    in    Marburg beschäftigt.   Ab   1908   als   außerordentlicher   Professor.   Seine   Marburger   Jahre   schilderte   Sauerbruch   ausführlich   in dem Buch: "Das war mein Leben". 1911   erhielt   Sauerbruch   einen   Lehrstuhl   für   Chirurgie   an   der   Universität   in   Zürich,   wo   er   sich   bis   1918   der Thoraxchirurgie widmete.    Während    des    ersten    Weltkrieges    schuf    er    mit    seinen    neuartigen,    willentlich    beweglichen,    künstlichen Gliedmaßen   eine   erste   große   Hilfe   für   die   im   Krieg   verkrüppelten   Soldaten.   Die   nach   ihm   benannten   Gliedmaßen (Sauerbruch-Hand,   Sauerbruch-Arm   und   Sauerbruch-Bein)   erregten   weltweites   Interesse   und   trugen   maßgeblich   zu   seiner späteren Popularität bei. Von   1918   bis   1927   war   Sauerbruch   an   der   Universität   München   tätig.   Hier   beschäftigte   er   sich   vor   allem   mit   der operativen   Behandlung   von   Patienten   die   an   der   Lungentuberkulose   erkrankt   waren.   Für   diese   Patienten   entwickelte   er auch spezielle Diätpläne. Von   1928   -   1949   war   er   Professor   für   Chirurgie   an   der   Berliner   Universität   und   Direktor   der   dortigen   Chirurgischen Universitätsklinik    an    der    Berliner    Charité.    Während    dieser    Zeit    führte    er    seine    kompliziertesten    und    riskantesten Operationen durch. Diese Operationen brachten ihm im In- und Ausland grenzenlose Bewunderung und Vertrauen ein. Ferdinand   Sauerbruch   starb   1951   in   Berlin.   Die   letzten   Jahre   seines   Lebens   waren   durch   eine   schnell   um   sich   greifende Zerebralsklerose   gekennzeichnet,   die   seinem   medizinischen   Können   die   Grenzen   setzte.   Er   hinterließ   verschiedene Lehrbücher und die bereits oben erwähnten Memoiren: "Das war mein Leben".
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Sauerbruch, Ernst Ferdinand
Bedeutender Arzt (Chirurg) Geboren am: 03.07.1875 in Barmen Gestorben am: 02.07.1951 in Berlin Ernst   Ferdinand   Sauerbruch   war   einer   der   bekanntesten und   führenden   deutschen   Chirurgen   in   der   ersten   Hälfte des   20.   Jahrhunderts.   Er   war   ein   geschickter   und   genialer Operateur      der      mit      seinen      zuweilen      waghalsigen Operationen vielen Menschen das Leben rettete. Sauerbruch   studierte   in   den   Städten   Marburg    und   Jena und   promovierte   1902   in   Leipzig.    Danach   ging   er   nach Kassel,    Erfurt    und    Berlin.    Von    1903    -    1905    war    er    als Assistenzarzt      in      Breslau      tätig,      wo      er      sich      der Brustkorbchirurgie     zuwandte.     Im     Jahr     1904     führte Sauerbruch   erstmals   erfolgreich   eine   Operation   am   offenen Thorax   (Brustkorb)   vor.   Für   diese   Operation   benutzte   er eine von ihm selber entwickelte Unterdruckkammer. Von   1907   -   1910   war   er   als   Oberarzt   und   Privatdozent   an der      Chirurgischen      Universitätsklinik      in      Marburg beschäftigt.    Ab    1908    als    außerordentlicher    Professor. Seine   Marburger   Jahre   schilderte   Sauerbruch   ausführlich in dem Buch: "Das war mein Leben". 1911   erhielt   Sauerbruch   einen   Lehrstuhl   für   Chirurgie   an der    Universität    in    Zürich,    wo    er    sich    bis    1918    der Thoraxchirurgie   widmete.   Während   des   ersten   Weltkrieges schuf   er   mit   seinen   neuartigen,   willentlich   beweglichen, künstlichen   Gliedmaßen   eine   erste   große   Hilfe   für   die   im Krieg    verkrüppelten    Soldaten.    Die    nach    ihm    benannten Gliedmaßen      (Sauerbruch-Hand,      Sauerbruch-Arm      und Sauerbruch-Bein)   erregten   weltweites   Interesse   und   trugen maßgeblich zu seiner späteren Popularität bei. Von    1918    bis    1927    war    Sauerbruch    an    der    Universität München   tätig.   Hier   beschäftigte   er   sich   vor   allem   mit   der operativen     Behandlung     von     Patienten     die     an     der Lungentuberkulose    erkrankt    waren.    Für    diese    Patienten entwickelte er auch spezielle Diätpläne. Von   1928   -   1949   war   er   Professor   für   Chirurgie   an   der Berliner       Universität       und       Direktor       der       dortigen Chirurgischen    Universitätsklinik    an    der    Berliner    Charité. Während   dieser   Zeit   führte   er   seine   kompliziertesten   und riskantesten      Operationen      durch.      Diese      Operationen brachten   ihm   im   In-   und Ausland   grenzenlose   Bewunderung und Vertrauen ein. Ferdinand    Sauerbruch    starb    1951    in    Berlin.    Die    letzten Jahre    seines    Lebens    waren    durch    eine    schnell    um    sich greifende    Zerebralsklerose    gekennzeichnet,    die    seinem medizinischen    Können    die    Grenzen    setzte.    Er    hinterließ verschiedene   Lehrbücher   und   die   bereits   oben   erwähnten Memoiren: "Das war mein Leben".